Ganz Ohr sein: hören und genießen

Man kann jemandem die Ohren lang ziehen, sie volljammern, ihnen nicht trauen, auf einem von beiden taub sein, viel um sie herum haben oder bis über beide verliebt sein. Die Ohren sind eines unserer wichtigsten Sinnesorgane: Anders als zum Beispiel bei den Augen, kannst du deine Ohren nicht einfach schließen, um die Geräusche um dich herum abzudämpfen. Geräusche prasseln unentwegt auf dich ein. Bei vielen Geräuschen entscheidet das Gehirn und für uns unbewusst, sie wirklich wahrzunehmen oder auszublenden.

Am 3. März war Welttag des Hörens

Um der Wichtigkeit des Gehörs mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, wurde am 3. März der Welttag des Hörens gefeiert. Der weltweite Aktionstag feierte dieses Jahr schon seinen zehnten Geburtstag und will nicht nur auf die Bedeutung des Gehörs, sondern vor allem auch auf die Versorgung von Hörgeminderten aufmerksam machen und was man zum Erhalt eines intakten Gehörs selbst beitragen kann. In Deutschland liegt laut WHO die Häufigkeit von Schwerhörigkeit bei 16 Prozent, was daran liegt, dass häufig frühe Anzeichen einer Beeinträchtigung übersehen werden und erst zu spät dagegen vorgegangen wird. Übrigens: Schwerhörigkeit greift auch bei vielen jüngeren Menschen, ja, sogar bei Jugendlichen, immer mehr um sich.

Hinhören lernen, um zu genießen

Ein unbeeinträchtigtes Gehör ist nicht nur eine Angelegenheit der Gesundheit, sondern auch eine Angelegenheit des Genusses. Denn unsere Ohren können uns wahrhaftige Genussmomente bescheren, wenn wir sie nur lassen. In unseren Videos haben wir schon mehrmals vorgestellt, was es bedeutet genussvolle Hörmomente zu erleben. In unserem Alltag sind wir ständig mit Geräuschen konfrontiert – angenehmen und unangenehmen. Manchmal lohnt es sich, genauer hinzuhören. Mit dem Genuss-Video „Hör hin“ sensibilisierst du dein Gehör und lernst, angenehme Hörerlebnisse für dich zu erkennen und zu genießen. Dafür einfach einen Moment innehalten und lauschen – ganz bewusst hinhören: auf das Knuspern eines Kekses, wenn du abbeißt oder das Krachen von Chips im Mund, aber auch auf das Knacken eines Astes oder das Zwitschern der Vögel im Wald, wie dieses Video zeigt.

Nehmen wir also den Welttag des Hörens zum Anlass, um einfach mal die Geschwindigkeit aus dem Alltag zu nehmen und in unsere Umgebung konzentriert hinein zu lauschen.