Achtsamkeit

Achtsamkeit – was ist das?

Sehr einfach ausgedrückt kann man sagen, dass Achtsamkeit eine Haltung beschreibt, die geprägt ist von Offenheit, Neugierde, Aufmerksamkeit und Akzeptanz gegenüber allem und jedem. Das heißt, du solltest offen sein für Gedanken und Phantasien, aber auch für Erinnerungen oder körperliche Reaktionen, zum Beispiel ein besonderes Geschmacks- oder Dufterlebnis. Achtsamkeit ist gewissermaßen eine Haltung, die es dir ermöglicht, alles bewusster wahrzunehmen und dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Die Achtsamkeit findet ihren Ursprung in der so genannten Satipatthana-Sutra der buddhistischen Lehren. Alle buddhistischen Mediationsformen basieren auf Achtsamkeit. In dem Zusammenhang werden vier Grundlagen der Achtsamkeit beschrieben: die Achtsamkeit auf den Körper, die Achtsamkeit auf Gefühle oder Empfindungen, die Achtsamkeit auf den Geist und dessen Zustand sowie die Achtsamkeit auf die so genannten Geistesobjekte – das sind Dinge, die in einem Moment wahrgenommen werden.

Achtsamkeit in unserer westlichen Kultur wird als ein besonderer Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand verstanden, auch als eine spezielle Persönlichkeitseigenschaft und nicht zuletzt als Methode zur Verminderung von Leiden oder häufig auch Missempfindungen und Schmerzen, erzeugt durch andauernde Stresssituationen. Achtsamkeit gewinnt zunehmend an Bekanntheit, vor allem auch durch den Einsatz bei zahlreichen Psychotherapiemethoden. In dem Zusammenhang trifft man auch häufig auf den Begriff „Mindfulness-Based Stress Reduction“, in kurz MBSR, auf Deutsch auch „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ genannt. Es handelt sich dabei um ein Programm zur Stressbewältigung und hilft Betroffenen, besser mit Zuständen wie chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Ängsten, Depressionen, Panikattacken oder auch Burn-Out-Symptomen umzugehen bzw. diese deutlich zu reduzieren.

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