Am Muttertag besondere Freude schenken

Distanz ist kein Hindernis für Genussmomente

Der Klassiker: Am Sonntagmorgen die Mama mit einem Besuch und einem prächtigen bunten Blumenstrauß zu überraschen, das muss dieses Jahr wohl ausfallen. Zumindest für alle die, die nicht mehr mit ihren Müttern unter einem Dach wohnen. Und gerade jenen, deren Mütter aufgrund des hohen Alters oder einen Vorerkrankung zur Covid-19-Risikogruppe gehören, ist von einem Besuch abzuraten. Das ist traurig, aber zum Schutze aller notwendig. Das heißt aber nicht, dass wir unsere Mütter nicht mit besonderen Momenten überraschen und zum Muttertag besondere Freude können. Dieses Jahr müssen wir eben einmal umdenken. Erfahre hier, was ich mir für den Ehrentag der Mütter ausgedacht habe: z. B. selbstgemachte Schokoladentaler. Lecker…

Freuden zum Muttertag

Was genau unternehmen nun die Deutschen am Muttertag, um ihre Mütter zu ehren? Laut Statista schenken 71 Prozent der Deutschen ihren Müttern Blumen, 27 Prozent verschenken mit Pralinen oder Süßwaren kleine Freuden und 23 Prozent überraschen ihre Mütter mit Schmuck. Auch Karten, Parfüm, Gutscheine und Selbstgebasteltes werden gerne gewählt. Nur 7 Prozent sagen, dass sie nichts verschenken.

2020 – ein Jahr mit neuen Herausforderungen

Am Muttertag möchte ich meiner Mama eine wirkliche Freude machen. Und dieses Jahr wird es etwas knifflig, da gemeinsame Aktivitäten ausfallen. Geht es euch da ähnlich?

Normalerweise sieht ein Muttertag bei uns so aus: Ich setze mich nach dem Frühstück ins Auto und fahre zu meiner Mama. Meist besorge ich vorab einen prächtigen Blumenstrauß mit bunten Frühlingsblühern und eine Auswahl ihrer Lieblingsschokoladen. Denn meine Mutter liebt Schokolade. Natürlich verbringen wir den restlichen Tag gemeinsam. Wenn das Wetter schön ist, sitzen wir auf ihrer Terrasse. Bei einer Tasse duftendem Tee schauen wir über den Garten. Dazu gibt es ein paar leckere Stücke Schokolade, Pralinen und Petits Fours, und wir schwelgen in Erinnerungen. Das ist auch für mich immer ein Highlight. Ein wahrer Genussmoment, der Entspannung vom hektischen Alltag schafft. Ein Tag zum Genießen.

Dies Jahr wird der Muttertag eine kleine Herausforderung, denn so wie sonst wird er nicht stattfinden können. Ich möchte es mir aber nicht nehmen lassen, meiner Mama in Zeiten von „Social Distancing“ (#Abstandhalten) und „Stay At Home“ (#Wirbleibenzuhause) zu zeigen, wie wichtig sie mir ist. Gerade jetzt, wo sich sie nicht einfach in den Arm nehmen kann, möchte ich etwas Besonderes schenken.

Bevor ich euch erzähle, was ich vorbereitet habe: Geht noch mal in euch. Nehmt euch etwas Zeit. Denkt an eure Mama. Was macht sie besonders? Was macht sie gerne? Was sind die schönsten Erinnerungen, die du hast? Vielleicht kommt dir dadurch schon eine Idee in den Sinn.

Selbstgemachte Schokoladentaler

Ich habe dieses Jahr leckere Schokoladentaler für meine Mama vorbereitet. Zunächst habe ich ihre liebste Tafelschokolade besorgt. Die Tafeln werden klein gehackt und anschließend über einem Wasserbad geschmolzen. Die flüssige Schokoladenmasse wird dann mit einem Löffel auf ein Backpapier gesetzt. So entstehen die runden Taler. Bevor sie wieder festwerden, können sie mit Nüssen, Blüten und Trockenfrüchten verfeinert werden. Natürlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich habe die Taler genau auf den Geschmack meiner Mama abgestimmt. Schau dir hier gerne die kurze Videoanleitung an.

Die Schokoladentaler kommen dann in eine hübsche Verpackung, und ich werde sie meiner Mama per Post schicken. Dazu kommt eine schöne selbstgeschriebene Karte. Und da Mutter ein großes Herz hat, werde ich in ihrem Namen für eine gemeinnützige Organisation spenden.

Natürlich werde ich mir den Kontakt zu ihr nicht nehmen lassen. Die moderne Technik macht es möglich. Klar, ich würde lieber persönlich neben ihr sitzen. Aber so werden wir eben einen langen Skype-Videocall führen – ich auf meinem Balkon und meine Mama auf ihrer Terrasse. Diesen Genussmoment werden wir uns nicht nehmen lassen.

Ich bin sicher, ihr findet auch euren Weg euren gemeinsamen Muttertag zu gestalten. Vielleicht ein Essen per Skype oder ein langer Telefon-Spaziergang? Lasst uns gerne einen Kommentar da und erzählt, was ihr euch ausgedacht habt!

Aus den USA in die ganze Welt

Was hat es mit Muttertag eigentlich auf sich und wo kommt er her? Hier sollten wir einmal genauer hinschauen. Denn einen Tag zur Ehre der Mutter gab es bereits im antiken Griechenland. Die alten Griechen ehrten damit die Göttin Rhea, Mutter des Zeus. Und auch im mittelalterlichen England wurde ein Mothering Day gefeiert.

Aber so, wie wir den Muttertag heute kennen, kommt er aus den Vereinigten Staaten. Er geht auf die amerikanische Frauenbewegung zurück. Ann Maria Reeves Jarvis, die als „Mutter des Muttertags“ gilt, war in der Wohltätigkeit engagiert und initiierte die Mother’s Friendship Days (Mütter-Freundschaftstage). Sie versuchte daraus einen Tag der Mütter einzuführen. Erleben sollte sie dies nicht mehr. Ihre Tochter Anna Marie Jarvis setzte das Bestreben ihrer Mutter jedoch fort.

Der erste inoffizielle Muttertag fand an einem Sonntag in der zweiten Maiwoche im Jahr 1908 statt. Drei Jahre nach Ann Maria Reeves Jarvis Tod wurde an diesem Tag ein Gedenkgottesdienst für sie abgehalten, der allen Müttern gewidmet war. Im Jahr 1914 fand in den USA dann der erste offizielle nationalen Muttertag statt. Symbol für den Muttertag wurde Jarvis‘ Lieblingsblume, die Nelke. Denn „die Nelke wirft ihre Blütenblätter nicht ab, sondern drückt sie an ihr Herz (…) so drücken auch die Mütter ihre Kinder an ihr Herz.“ Die roten Nelken sollten die lebenden Mütter ehren und die weißen die verstorbenen.

Deutschland etablierte den Muttertag im Jahr 1923. Federführend war hierbei der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Seither wird jährlich am zweiten Sonntag im Mai der Muttertag hierzulande gefeiert.