Advents- und Weihnachtszeit: Genuss im engsten Kreis

Dieses Jahr wird die Advents- und Weihnachtszeit introvertierter ausfallen müssen. Denn es gilt in und selbst nach der Phase hoher täglicher Fallzahlen Corona-Virus-Infizierter, Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Im Interesse aller sollten wir uns auch weiterhin im sozialen Miteinander zurückhalten: idealerweise kein großes Weihnachtsessen mit 20 oder 30 Familienmitgliedern oder Freunden, kein lauthalses Weihnachtsliederträllern in der Kirche, kein Tummeln auf überfüllten Weihnachtsmärkten. Und auch wenn wir das enge Zusammenrücken und das Gemeinschaftserlebnis mit Hunderten, gar Tausenden Mitmenschen ganz gleich wo in diesem Jahr schmerzlich vermissen werden, so sollten wir uns doch vor Augen führen, dass Gesundheit das höchste Gut ist und es uns im Vergleich zur Lebenssituation vieler Menschen in anderen Teilen der Welt wirklich ordentlich geht.

Machen wir das Beste daraus

Also, machen wir das Beste daraus und nutzen wir die Chancen, die sich in dieser Pandemie-Situation ergeben. Begehen wir diesmal doch wirklich eine besinnliche Adventszeit und feiern wir Weihnachten tatsächlich im engsten Kreis. Alles mit mehr Ruhe, alles mit mehr Raum für Reflexion – und vielleicht endlich auch einmal alles schlicht entspannter und mit mehr Genuss!

Wo durch die Beschränkung sozialer Kontakte plötzlich mehr Zeit entsteht, nutzt sie für euch.

Unsere sieben Tipps für euch

  • Ihr liebt es, zum Adventskaffee einzuladen? Ihr müsst nicht verzichten. Entweder ihr beschränkt euch je Einladung (regelkonform) auf den engsten Kreis. Oder ihr splittet die nachmittägliche Adventsrunde in mehrere auf und habt zu jedem Adventswochenende einen Gast oder zwei. Alternativ könntet ihr euch auch zur gemütlichen Skype-, MS-Teams- oder Zoom-Runde verabreden. Dann kann jeder zuhause in seinem Schlabberlook bleiben, seinen Kaffee nach Lust und Laune zubereiten und knabbern, was immer auch gefällt. Im Zentrum stehen dann die Gespräche – und damit allzu Negatives ausgespart bleibt: Streicht Corona & Co. von der Themenliste. So kann es ein wunderbarer Adventskaffeeklatsch werden, bei dem wahrlich der Klatsch und das Miteinander im Zentrum stehen.
Leckere Vanillekipferl gibt es auch ganz frisch und lecker im Handel. Da erspart man sich vorweihnachtlichen Backstress.

Foto: © BDSI/genuss-tut-gut.de

  • Bevor ihr euch zu viel Stress mit Plätzchen- und Stollenbacken macht: Es gibt im Einzelhandel ein so reichhaltiges Angebot an wunderbar leckeren Saison-Gebäcken – von Plätzchen wie Heidesand, Vanille-Kipferl, Spitzbuben, Bärentatzen, Butterplätzchen und sagenhaften Zimtsternen sowie Spekulatius über Lebkuchen aller Art und Marzipanvariationen als Kugeln, Brot und Co. bis hin zu Stollenkonfekt und ganz traditionellem Stollen. Na, da läuft doch schon das Wasser im Mund zusammen. Wer Lust auf Außergewöhnliches zum Advent hat: Auf unserer Seite gibt es einige schöne Festrezepte, z. B. herrliche Domino-Cupcakes mit Weihnachtsdeko oder einen festlichen Marzipan-Auflauf. Ideen zum Umgang mit Schokolade liefern euch diese drei Videos. 

  • Ihr wolltet schon immer mal gerade in der Adventszeit mehr Sport machen? Dann legt los: Ob draußen oder zuhause – es gibt so viele Möglichkeiten, wie ihr euch auch ohne große Investitionen, Personal-Trainer-Stunden oder Fitnessstudioaufwand selbst im engsten Raum eurer vier Wände fit halten könnt. Wem Fahrradfahren jetzt zu kalt wird und für wen Skifahren in dieser Saison keine Option ist, die oder der kann warm gekleidet loslaufen: Joggen wird bis zum Gefrierpunkt noch empfohlen. Walken geht hingegen immer. Und eine stramme Winterwanderung kann nicht nur den Kopf durchlüften, sondern auch den Kreislauf ordentlich in Schwung bringen.
Eine stramme Winterwanderung kann nicht nur den Kopf durchlüften, sondern auch den Kreislauf ordentlich in Schwung bringen.

© S. Tischer, Frankfurt/Main

  • Ihr sucht bewusst nach Ruhe? Dann ist jetzt eure Zeit: Gönnt euch Entspannungsübungen, meditiert oder sinniert in aller Stille, macht autogenes Training. Auch Achtsamkeit kann jetzt genau das richtige Angebot sein, um das sich allzu schnell drehende Gedankenrad anzuhalten. Die ganze Aufmerksamkeit gilt dem Hier und Jetzt und dem eigenen Körperempfinden. Auch Yoga und ein sanftes Dehnprogramm können euch in eurem Ruhebedürfnis unterstützen. Anleitungen gibt es im Internet viele und zumeist kostenfrei. Auch Apps bieten sich teilweise an. Am besten, ihr nutzt eher Angebote von anerkannten Adressen wie Universitäten oder großen Sportvereinen.

Kein Weihnachtsmarkt, kein heißer Punsch und keine Bratwurst? Da gibt es Abhilfe.

  • Stille ist nicht das, was ihr jetzt gebrauchen könnt? Auch gut. Wichtig ist, dass ihr in euch hineinhört und versteht, was euch jetzt guttut. Laut Musikhören und dabei abtanzen? Kein Problem. Zieht eure Kopfhörer über, dreht die Musik auf und gebt Gas. Das stört die Nachbarn idealerweise nicht. Nur nicht so viel Trampeln oder gar Springen… Lust auf Jazz? Endlich mal klassische Musik ausprobieren? Alles kein Thema. Spotify, Deezer & Co halten alle erdenklichen Musikstile bereit. Geht einfach auf Entdeckungsgreise.
  • Endlich mehr lesen? Warum nicht! Neben der Bestlisten-Belletristik und den Top 20 der Sachbücher könnt ihr insbesondere beim Buchhändler in eurer Nachbarschaft in die Vielfalt des Angebots eintauchen und euch gefangen nehmen lassen. Die Buchhändler beraten euch gern und haben häufig mit gutem Gespür die richtigen Tipps für euch parat. Euch frustrieren die täglichen Nachrichten über Populisten aus aller Welt? Die „Gutenacht-Geschichten: Für alle, die sich vor Popolisten gruseln“ von Stuart Heritage, erschienen im Kiepenheuer & Witsch-Verlag, drehen den Spieß auf freche humorvolle Weise (typisch britisch) um und lassen das Gute gewinnen. So kann man mit einem Schmunzeln entspannt einschlafen.
Immerhin: Ohne Weihnachtsmärkte in diesem Jahr kann man wenigstens zuhause etwas Weihnachtsmarktstimmung erschaffen und genießen.

© S. Tischer, Frankfurt/Main

  • Kein Weihnachtsmarkt – kein heißer Punsch und keine Bratwurst? Auch da gibt es Abhilfe. Einen Saft- oder Teepunsch lässt sich mit Orangensaft, Apfelsaft oder Kräutertees sowie herrlich weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt, Sternanis und Co. rasch selber machen. Und wenn man den heißen Topf auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten bereitstellt und noch ein paar große Windlichter entzündet, hat man doch fast schon einen Hauch von Weihnachtsmarktstimmung gezaubert. Mit etwas mehr Platz kann eventuell auch ein Freund bzw. ein weiterer Hausstand kommen – dann lohnt es vielleicht sogar den Grill anzuwerfen: Burger, Hackspieße oder Bratwürste, Süßkartoffel-Scheiben und Entenbrustfilets lassen sich prima auf dem Rost brutzeln. Und Marshmallow-Fans kommen auch auf ihre Kosten: Einfach eine Rote-Beeren-Sauce (z. B. Beerenmischungen aus dem Glas) im Topf heiß machen, je einige Marshmallows auf einen gewässerten Holz-Spieß geben und über dem heißen Grill anrösten und dann die Marshmallow-Spieße in die Rote-Beeren-Sauce geben. Ein süß-saure Leckerei!

Wir wünschen euch eine schöne, genussvolle Advents- und Weihnachtszeit. Haltet Abstand – bleibt gesund!