Kleiner Hafer, große Freude: der Haferkeks-Tag

Am 30. April ist der National Oatmeal Cookie Day. Der Haferkeks-Tag. Noch nie davon gehört? Ja, mir war er auch neu. Lasst uns diesen speziellen Feiertag nutzen und uns etwas mehr mit dem leckeren Feingebäck beschäftigen. Und erfahrt nebenbei, welcher Kekstyp ihr seid. Wenn sich ein Tag zum Cocooning eignet, dann der National Oatmeal Cookie Day. Und in Corona-Zeiten, in denen wir uns ohnehin mit Sozialkontakten (#SocialDistancing #Abstandhalten) beschränken müssen und besser zuhause bleiben (#wirbleibenzuhause #stayhome #stayathome), sollten wir es uns bestmöglich zu Hause gemütlich machen. Gemütlichkeit und Kekse passen einfach perfekt zusammen, oder?

Warum feiern die Amerikaner diesen Tag?

Ja, stimmt, hierzulande ist der National Oatmeal Cookie Day nicht nur weitestgehend unbekannt, sondern überhaupt kein Feiertag. In den USA dagegen können die Haferkekse auf eine beachtliche Geschichte zurückblicken. Vermutlich sind sie als Weiterentwicklung des Haferflockenkuchens zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden. Und jetzt aufgepasst: Sie wurden vor allem als energiehaltige Marschverpflegung für das Militär genutzt.

Das erste Rezept für Haferflockenkekse stammt aus der Feder der US-Amerikanerin Fannie Merrit Farmer und ist auf das Jahr 1896 datiert. Über die Jahre machte der Haferkeks richtig Karriere. Heute gehört er zu den populärsten Kekssorten in den USA. Und so ist er wohl zu seinem Tag gekommen. Warum ausgerechnet der 30. April? Tja, das ist nicht überliefert. Vielleicht hat es wirklich mit dem wechselhaften Aprilwetter und der Sehnsucht nach Cocooning zu tun…

Rund um den Haferkeks

In den USA ist der Haferflockenkeks also eine kleine Berühmtheit.

Erstmal zu den Basics: Der Haferkeks besteht aus Butter, Zucker, Eiern, Backpulver, etwas Mehl und natürlich Haferflocken. Ob zarte oder kernige Haferflocken ist dabei dem eigenen Geschmack überlassen: Das Grundrezept kann vielfältig variieret werden. Zum Beispiel können noch Rosinen oder Cranberrys zum Grundteig dazugegeben werden. Schokoladenstückchen oder Kakao-Nibs sind auch eine Option. Oder der fertige Keks ist einfach mit Schokolade überzogen. Auch Nougat- oder Marzipan-Variationen dürfen nicht fehlen. Wenn du es eher nussig magst, gibt es auch dafür im Lebensmittelhandel wunderbar leckere Angebote, z. B. mit Erdnüssen, Mandeln oder Macadamia. Auch Veganer kommen auf ihre Kosten: Manche Hersteller verzichten auf Eier und ersetzen die Butter mit einer pflanzlichen Alternative.

Auch gefragt: kernige Haferplätzchen mit Nüssen, Früchten und Co.

Der Haferkeks ist übrigens ein sogenannter „Drop Cookie“. Wer öfters Plätzchen selbst backt, weiß, was das heißt: Wenn alle Zutaten gut vermischt sind, nimmt der Heimbäcker zwei Tee- oder Esslöffel in die Hand und lässt eine kleine Menge Teig einfach auf das mit backpapierausgelegtem Backblech „droppen“. Kein Teigausrollen, kein Ausstechen. In der Industrie läuft das ganz ähnlich, nur in viel größerem Maßstab und statt der Löffel, wird der Teig auf eine Fläche quasi aufgespritzt.

Die Konkurrenten des Haferkeks

Du siehst, ich bin ein großer Fan des Oatmeal Cookies. Glücklicherweise gibt es eine riesige Auswahl an Haferkeksen im Supermarktregal. Apropos, Supermarkt. Dort gibt es auch noch einige andere Gebäcke für einen gemütlichen Tag zuhause. Im Sortiment findet sich alles, was das Herz begehrt. Hier eine kleine Auflistung:

  • Butterkekse: Damit sie als Butterkekse in Deutschland verkauft werden dürfen, müssen sie eine definierte Menge Butter enthalten. Es gibt mittlerweile auch Varianten mit Schokolade oder Vollkorn.
  • Doppelkekse: Sie werden auch Sandwichgebäck genannt. Die Füllung zwischen den beiden Keksdeckeln besteht aus Kakao-, Schoko-, Milch- oder Haselnusscreme.
  • Mürbegebäck (Spritz-, Schnitt- und Formgebäck): Es wird aus Mürbekeksteigen hergestellt, der zu der zarten bis leicht „sandigen“ und leicht krümeligen Textur führt.
  • Blätterteiggebäck: Ein Beispiel sind die Schweinsöhrchen, die teil­weise oder ganz mit Schokoladearten überzogen werden.
  • Florentiner: Ein knuspriges flaches Gebäck aus Mandeln oder Nüssen. Früchte oder Honig können zugesetzt werden. Zum Überziehen wird ausschließlich Schokolade verwendet.
  • Russisch Brot: Charakteristisch ist die Knusprigkeit und natürlich die besondere Form z. B. als Buchstaben oder Zahlen.
  • Eigebäck und Biskuit: Wie der Name vermuten lässt, ist hier der Ei-Anteil entscheidend. Löffelbiskuits und Anisplätzchen gehören in diese Kategorie. Sehr beliebt sind auch der Soft Cake – ein lockeres Eigebäck mit fruchtigen Füllungen (Orange, Himbeere etc.) und Schokoladenüberzug.

Daneben gibt es dann noch die verschiedenen Saisongebäcke wie Lebkuchen, Spekulatius oder Zimtsterne.

Sandringe bzw. Spritzgebäck gehört für viele zu einer genussvollen Kaffeepause dazu.

Genuss hat viele Formen, welcher Kekstyp bist du?

So, jetzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Mit welchem Keks wollen wir unseren Cocooning-Day zelebrieren (falls es nicht der Haferkeks sein soll)? Bei der ganzen Auswahl könnte es vielleicht hilfreich sein, mal zu schauen, welcher Kekstyp du eigentlich bist? Bist du innovativ und probierst gerne Neues? Oder hast du einen Lieblingskeks, bei dem du bleibst? Bist du Zerleger oder Krümeler?

Dazu schau mal hier vorbei und finde raus, welcher Kekstyp du bist. Ich bin wohl ein „Tunker“. Deshalb schnappe ich mir jetzt meine Haferkekse, ein Glas Milch und mache es mir auf der Couch bequem. Happy National Oatmeal Cookie Day!

Übrigens: Leckere Genießer-Rezepte mit Keksen & Co. gibt es auf unserer Rezepte-Seite.