Tag der Macadamia

Ja, es gibt ihn: den „Tag der Macadamia“. Er wird stets am 04. September in den USA begangen. Dabei ist die Macadamia-Nuss gar keine amerikanische Frucht, sondern sie stammt von „Down Under“, von der subtropischen Ostküste Australiens. Dort wachsen Macadamia natürlicherweise in den Bundesstaaten Queensland und New South Wales entlang eines schlanken Streifens von gerade mal 500 Kilometer Länge. Es gibt verschiedene Macadamia-Arten. Aber nur zwei Arten eignen sich für eine breitere Vermarktung der Früchte: Macadamia integrifolia (sie wird auch die „Echte Macadamia-Nuss“ genannt) und Macadamia tetraphylla (diese Sorte ist nicht zum Rösten geeignet). Die Nüsse der anderen Arten sind in der Regel nicht zum Verzehr geeignet, da zu bitter. Allein, einige Aborigines-Stämme sind in der Lage, durch traditionell überlieferte Behandlungsverfahren auch die bitteren Früchte für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. In einigen indigenen Sprachen Australiens wird die Macadamia seit Jahrtausenden „Kindal Kindal“ genannt. Die uns geläufige Namensgebung fand erst im Jahr 1857 durch Ferdinand von Mueller statt. Er widmete den Baum als „neue entdeckte Art“ dem australischen Mediziner, Chemiker und Politiker John Macadam (1827–1865).

Zu hart für unsere Nussknacker

Macadamia wachsen als Bäume sehr langsam und erreichen Höhen von 6 bis 18 Meter. Sie tragen erstmals nach sieben bis zehn Jahren und können pro Baum ein Erntevolumen von bis 50 Kilogramm liefern. Die Erntezeit beginnt üblicherweise im März und endet im September eines Jahres, wobei die Lage der Anbaugebiete mit entscheidend ist. Geerntet wird in mehreren Runden, da sich die Nüsse am Baum unterschiedlich schnell entwickeln und reifen. In aller Regel werden die vollreifen Nüsse per Hand und mit speziellen Maschinen vom Boden aufgesammelt und anschließend gut belüftet getrocknet. Im Handel finden Fans der Macadamia fast ausschließlich geschälte und ggf. verarbeitete Nüsse. Die Schalen der Macadamia sind nämlich zu hart für haushaltsübliche Nussknacker.

Eine Australierin auf Hawaii

Macadamia werden heute weltweit in vielen subtropischen Regionen angebaut. Der US-amerikanische Bundesstaat Hawaii gilt als größter Erzeugermarkt. Auch Bolivien, Brasilien, Guatemala, Neuseeland, der US-Staat Kalifornien, Kenia, Malawi und Paraguay sowie Südafrika bauen Macadamia an. Die Bäume stellen hohe Anforderungen an ihre Umgebung und sind nur schwer zu kultivieren. Macadamianüsse gehören nicht zuletzt deshalb zu den teuersten Nüssen der Welt. Gern wird die Macadamia auch als die „Königin unter den Nüssen“ bezeichnet.

Ein süßer Wrap gefüllt mit einer Creme aus weißer Schokolade und Macadamia-Nüssen sowie mit herrlich frischen Blaubeeren schmeckt einfach super lecker und eignet sich perfekt fürs Mitnehmen, auch fürs Picknick.
Foto: BDSI, 2019/2020

Nährstoffreiche Königin unter den Nüssen

Die Macadamia ist eine wahre Powernuss. Je 100 Gramm bringt sie es auf einen Energiegehalt von über 700 kcal. Ihr Fettanteil liegt bei über 70 Gramm und besteht vor allem aus einfach ungesättigten Fettsäuren (Anteil: 81 Prozent). Die Steinfrucht gilt auch als guter Kalium-, Magnesium- und Calcium-Lieferant.

Macadamia-Nüsse werden in Deutschland pur, ungesalzen und gesalzen, und schokoliert angeboten. Liebhaber schätzen ihren knackigen Biss und ihren zart-buttrigen Geschmack.

Wer den 04. September ebenso wie die Amerikaner der Macadamia-Nuss widmen möchte, sollte vielleicht dieses leckere spätsommerliche Rezept versuchen: Wraps mit weißer Schokolade, Heidelbeeren und Granola – und selbstverständlich mit Macadamia. Ein Genuss für zu Hause oder auch „on the go“. Einfach yummie!