Vernunft und Genuss – Ein unschlagbares Team

In den USA ist jedes Jahr der erste Donnerstag im Mai der National Day of Reason (Tag der Vernunft); dieses Jahr fällt der Tag auf den 07. Mai. Bei dem Wort Vernunft kommen dir Wörter wie Klugheit, Verstand oder Intellekt in den Sinn? Wieso Besonnenheit, Gelassenheit und Achtsamkeit auch dazu gehören, erfährst du hier.

Den National Day of Reason gibt es seit dem Jahr 2003. Der Aktionstag wurde von der American Humanist Association ins Leben gerufen. Mit den Hintergründen wollen wir uns an dieser Stelle jedoch nicht beschäftigen. Viel mehr wollen wir mal darüber nachdenken, was Vernunft eigentlich ist und wie sie mit dem Genießen zusammenhängt. Passend zum Thema haben wir drei spannende Kurzvideos einer bereits vor einigen Monaten durchgeführten Straßenumfrage verlinkt. Darin beantworten Passanten, warum ihnen Genuss wichtig ist, wie sie genießen und wie oft. Dabei wird deutlich, Genuss geht nicht nebenbei, sondern braucht Zeit und Ruhe. Zum Glück müssen wir auf Genussmomente auch während „Social distancing“ (#Abstandhalten) und „StayAtHome“ (#Wirbleibenzuhause) nicht verzichten – und auch nicht auf unsere Lieblingsnaschereien und -knabbereien wie knusprige Chips oder Nachos, herrliche Schokolade, süß-saure Fruchtgummis, leckere Kekse oder cremigstes Speiseeis.

Genuss ist Selbstfürsorge

Aber erstmals zurück zum Anfang: Laut dem Duden ist Vernunft „das geistige Vermögen des Menschen, Einsichten zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen, etwas zu überschauen, sich ein Urteil zu bilden und sich in seinem Handeln danach zu richten.“ Uff. Im Grunde geht es also darum, durch das Denken zu Erkenntnissen zu gelangen. Zu Erkenntnissen können wir auch über Erfahrungen gelangen. Und schon sind wir beim Thema Genuss. Genuss-Forscher und Psychologe Dr. Rainer Lutz erklärt, dass wir es gesellschaftlich verlernt haben zu genießen. Denn Genießen sei unproduktiv und führe zu nichts. Das Potenzial, das Genuss als positive Ressource für unseren Alltag bereithält, wurde ihm abgesprochen. Genuss ist aber etwas Gutes. Genuss ist elementarer Bestandteil der Selbstfürsorge und trägt zur seelischen Balance bei. Deshalb sei es wichtig, dass Genießen wieder zu lernen, so Dr. Lutz. Wer genießt, ist glücklicher.

Das sagt also der Experte. Und obwohl Genuss in unserer Leistungsgesellschaft nicht an erster Stelle steht, zeigt unsere Straßenumfrage, dass Genießen für jeden eine Bedeutung hat. So sagten die Befragten, dass Genussmomente die Geschwindigkeit aus unserem schnelllebigen Alltag herausnehmen, man sich kurz wieder auf sich konzentrieren kann und sie zur Entspannung und Stressbewältigung dienen. Genuss „streichelt die Seele“. Hier kannst du dir alle Antworten der Straßenumfrage zum Thema „Warum ist Genuss wichtig“ anschauen.

Genuss für die Gesundheit

Genuss-Expertin Marlies Gruber betont, dass Menschen, die Genießen können, Positives stärker wahrnehmen. Dadurch fühlen wir uns insgesamt gesünder. Mit der „Kleinen Schule des Genießens“ hat Dr. Lutz eine Heranführung geschaffen, wie Menschen wieder lernen zu genießen. Euthyme Therapie heißt das dann. Bei euthymem Erleben und Verhalten geht es darum herauszufinden, was uns guttut. Die sieben Regeln des Genießens sind euch vielleicht vertraut. Falls nicht schaut hier gerne noch mal rein.

Fragst du dich jetzt: „Wie oft sollte ich genießen?“ Darauf kann ich dir leider keine pauschale Antwort geben. Genießen ist etwas sehr Individuelles. Schau dir doch dazu gerne mal eine weitere Straßenumfrage an. Darin erzählen Passanten, wie oft sie sich einen Genussmoment gönnen – das reicht von einmal bis mehrmals täglich. Diese Momente verschönen den Alltag. Je öfter, desto schöner der Tag.

Vernünftiges Genießen

Wir können also festhalten: Genießen ist vernünftig und sollte nicht nur einmal im Jahr am Tag der Vernunft, sondern regelmäßig zelebriert und erlebt werden. Aber wie genießt man eigentlich? Was ist Genuss im Alltag? Auch dazu könnt ihr euch hier die Gedanken einiger Passanten bei unserer Straßenumfrage anschauen. Deutlich wird auch hier, Genuss geht nicht zwischen Tür und Angel, sondern braucht Zeit und Ruhe. Zum Glück müssen diese Momente auch in Zeiten von „Social distancing“ (#Abstandhalten) und „StayAtHome“ (#Wirbleibenzuhause) nicht auf der Strecke bleiben. Das Genießen kann uns gerade in diesen schwierigen Zeiten einen Moment der Erholung und Entspannung schaffen. Wenn du z. B. abends auf deinem Balkon sitzt, kannst du die neue Stille ganz bewusst wahrnehmen. Gönne dir zu deinem Kaffee im Home Office einige Stücke deiner Lieblingsschokolade oder Deinen Lieblingskeks und erlebe eine noch bewusstere Genusspause. Du magst auf deine allerliebsten Zuckerwaren nicht verzichten – gerade jetzt nicht? Freue dich, dass sie unverändert verfügbar sind und wähle bewusst deine Top 3 an Sauren Ringen, Fruchtgummis oder ähnlichen Leckereien – und feiere ihren Genuss.

Vernunft, Vernunft und Genuss – Ein unschlagbares Team

Und jetzt seid ihr dran: Wie sehen gerade jetzt eure täglichen Genussmomente aus? Ist es einer oder sind es mehrere? Habt ihr einen „festen“ Termin oder gestaltet ihr eure Genussmomente eher spontan? Lasst uns gerne einen Kommentar da!