Geocaching wird mittlerweile von Millionen Menschen auf der ganzen Welt betrieben. Eine schöne und genussvolle Sache.
Geocaching – Schnitzeljagd mit digitaler Unterstützung

Das Thema kam vor gut 15 bis 20 Jahren erstmals richtig in Deutschland auf: Geocaching. Man ging plötzlich nicht mehr einfach nur Wandern, sondern begab sich in das Abenteuer einer digital gestützten Schnitzeljagd, die andere für die Allgemeinheit eingerichtet hatten und für die man zur Navigation durch Wald und Flur ein mobiles GPS-Gerät benötigte. Irgendwie war es dann eine ganze Weile still um das Thema; doch seit geraumer Zeit hat sich das Geocaching für viele als willkommene Abwechslung in der Freizeit etabliert. Kein Wunder also, dass mittlerweile Millionen sogenannte Cacher (Jäger) bei Anbietern auf der ganzen Welt registriert sind und sich auf immer neue Touren und Jagden einlassen. Ebenso ist es nicht verwunderlich, dass die Geocaching-Gemeinde seit nunmehr zehn Jahren immer am dritten Samstag im August den Internationalen Tag des Geocachings feiert, diesmal also am 21. August 2021. Große und kleine Abenteurer können also am Wochenende losziehen und mit Navigationsgeschick, Entdeckergeist und detektivischem Gespür Geocaches freilegen. Solcher Spaß kann und sollte auch Genuss bedeuten. Warum das Genießenkönnen für das eigene Wohlbefinden elementar ist, erfahrt ihr auf unserer Seite unter „Warum Genuss“. In jedem Fall sollte bei einem tagesfüllenden Programm der Proviant nicht zu kurz kommen. Auch dafür haben wir einige Ideen für euch im folgenden Service-Kasten zusammengestellt.

Für einen genussvollen Tag: den Proviant nicht vergessen

Ganz gleich, ob ihr auf dem Land oder in einer Stadt unterwegs seid. Auf unserer Webseite für Genießerinnen und Genießer, genuss-tut-gut.de, halten wir eine Vielzahl an Ideen und Rezepten bereit, mit denen ihr eure Wanderrucksäcke vielfältig, salzig und süß bestücken könnt. Probiert zum Beispiel unsere sommerlich-exotische Thai-Chicken-Pizza mit zweierlei Erdnüssen aus. Sie schmeckt auch kalt prima und eignet sich hervorragend zum Mitnehmen.

Süß und lecker sind unsere schokoladigen Zucchini-Brownies im Glas, unser Dessert Mango-Kokos-Trifle „Summer Dream“ mit Kakaodoppelkeksen und Mangomousse sowie die Crunchy Avocado-Sticks mit fruchtig-pikanter Ananas-Paprika-Salsa. Für eine garantiert knackige Kruste sorgt ein herzhafter Nacho-Mantel. Weitere Rezepte gibt es hier.

Was ist Geocaching und wie funktioniert es?

Bevor wir die Regeln des Geocachings erläutern, hier erst einmal in paar Klarstellungen zu den Begriffen. Geocaching setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Geo bzw. altgriechisch Ge (oder auch Gaia) steht für die mythologische Gottheit Erde. Der englische Begriff Cache lässt sich am besten mit „geheimes Lager“ übersetzen.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichtes Behältnis, das von einem Schnitzeljagd-Autor – in der Community „Owner“ bzw. „Verstecker“ genannt – gezielt an einem öffentlich zugänglichen Ort versteckt wurde. In ihm befinden sich normalerweise ein Tagebuch und ggf. kleine Tausch­gegenstände. Das Tagebuch dient der Eintragung von Informationen. Die Besucherin bzw. der Besucher kann so dokumentieren, dass sie oder er das Versteck gefunden hat. Der Tausch von kleinen symbolischen Gegenständen belohnt die Jäger symbolisch. Zusätzlich setzt man eigene Tracker-Punkte auf einer zur Schnitzeljagd gehörigen Webseite und kann oft auch noch eigene Fotos hochladen. So kann die Versteckerin oder der Verstecker die Geschehnisse um den jeweiligen Ort mitverfolgen. Es gilt zudem die Regel: Der Cache bleibt an Ort und Stelle, damit auch andere noch am Spiel teilnehmen können. Auch sollte nie das konkrete Versteck verraten werden, sonst ist ja der Sinn des Spiels dahin. Des Öfteren müssen Cacher nicht nur ein Versteck heben, sondern auch noch Rätselfragen beantworten. Das Ziel ist letztlich der Weg und dass alle Orte einer Geocaching-Tour nacheinander erfolgreich identifiziert werden konnten.

Beim Geocaching sucht man einen Cache, etwa eine versteckte Box, dokumentiert den Fund, nimmt etwas aus der Box heraus und gibt etwas im Austausch in die Box hinein.

Woher kommt das Geocaching?

Geocaching stammt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die gut dokumentierte Premiere fand übrigens nicht am dritten Samstag im August statt. Die Dinge nahmen vielmehr am 3. Mai 2000 in der Usenet-Newsgroup sci.geo.satellite-nav unter dem Titel „The Great American GPS Stash Hunt“ ihren Anfang. Dave Ulmer aus Portland, Oregon, schlug damals vor, ein globales Spiel zu beginnen und an Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Die Spielmechanik: Suche mit einem GPS-Empfänger Verstecke und ihre „Lager“ und: Nimm was [aus dem Versteck] heraus, und gebe etwas hinein; dokumentiere deinen Besuch und den Tausch von Gegenständen.

Möglich wurde diese Form der Schnitzeljagd übrigens durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals für nichtmilitärische Nutzer durch die US-Regierung am 2. Mai 2000. Damals wurde die GPS-Genauigkeit von rund 100 Metern auf etwa 10 Meter verbessert. Das erst hat den privaten Einsatz von GPS-Technologie und -Geräten sinnvoll und zielführend gemacht und Dave Ulmer zu seiner Idee geführt.

Als Urform gilt Letterboxing

Ganz so neu war Geocaching im Jahr 2000 allerdings auch nicht mehr. Als Urform gilt das bis heute noch gelebte „Letterboxing“, das völlig analog nur mit Hinweisen, Karten und Kompass auskommt. Ziel ist es, versteckte Behälter zu finden, in denen jeweils ein spezieller Stempel aufbewahrt wird. Mit diesem kann man seinen Fund in seinem persönlichen Stempelbuch vermerken. Schon im Jahr 1854 soll es im Dartmoor in Südengland Letterboxing gegeben haben, und es ist dort nach wie vor wohl sehr populär.

Geocaches gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt; auch Touren zu allerlei Themen werden inzwischen über verschiedene Webseiten angeboten. In Deutschland wurde der erste Geocache am 2. Oktober 2000 vom Geocacher Ferenc südlich von Berlin in Brandenburg versteckt. Er trug den Namen First Germany. Heute sollen über 60.000 geheime Lager allein in Bayern eingerichtet sein. Das Bundesland weist somit die größte Dichte an Verstecken auf.

Ihr benötigt übrigens keinen GPS-Empfänger mehr. In der Regel genügt ein Smartphone bzw. Handy. Die offizielle Geocaching-App von Groundspeak ist in den mobilen Shops von Google Android und Apple kostenfrei oder mit aufpreispflichtigen Services herunterladbar. Aber auch andere Anbieter bieten vielfältige Geocache-Apps zum einfachen Herunterladen an.

Geocaching-Touren zu allerlei Themen

Das Energiereferat der Stadt Frankfurt hat drei spannende Stadtteil-Routen zum Thema „Klimaschutz“ entwickelt, die man einzeln oder in der Gruppe oder Familie angehen kann. „Sie führen die Schatzsucher zu attraktiven Orten, an denen lokale Klimaschutzaktivitäten erlebbar werden. An jeder Station gilt es, Rätsel zu lösen, um einzelne Wegpunkte zu finden und am Ziel das Geheimnis der „Green City“ zu lüften“, heißt es auf der betreffenden Webseite der Stadt. An der Ausgestaltung der nicht mehr ganz neuen Touren waren übrigens auch die Bürger Frankfurts beteiligt. Sie konnten im Vorfeld Ideen und Anregungen einbringen, die ihren Niederschlag dann im jeweiligen Programm gefunden haben.

Auch die Hansestadt Hamburg hat eine eigene Geocaching-Seite online gestellt und dort viele Tipps für Ausflüge, Touren, Event-Möglichkeiten und noch mehr Informationen und Hintergrundwissen zusammengestellt: https://www.hamburg.de/stadtleben/4357578/geocaching/

In der Lüneburger Heide sind ebenfalls Geocaching-Angebote zu finden, etwa eine rund 10 Kilometer lange traumhaft schöne Wanderung mit insgesamt 21 versteckten Dosen. Die Tour ist „einfach und die Verstecke sind perfekt naturschutzgebietfreundlich! Wandern, Geocaching und viel Genuss!“ So steht es auf der Seite https://find-the-silence.de/2019-10-30-auf-der-lueneburger-heide/  Mit Blick auf die bevorstehende Blühsaison der Heide – Genuss fürs Auge! – vielleicht genau das richtige Ziel für einen Ausflug aus der Umgebung oder ein Wochenende mit Übernachtung für all die mit etwas längerer Anreise.

Und weil Bayern ja als Geocache-Hotspot Deutschlands gilt, empfehlen wir euch die Seite von Outdooractive. „15 Vorschläge für kurzweilige Ausflüge durch die Region Bayern haben wir hier für euch zusammengestellt“, heißt es dort.

Es gibt auch in Deutschland viele spannende Geocaching-Touren, die ihr genussvoll entdecken könnt!

Auch Berlin gilt als Geocaching-Mekka. Neben Angeboten für erwachsene Cacher und selbst Firmen hat die ZDF-Redaktion der Sendung Löwenzahn für Kinder eine Reihe von Caches in und um die Hauptstadt eingerichtet. Mehr dazu findet ihr hier: https://www.zdf.de/kinder/loewenzahn/geocaching-berlin-brandenburg-100.html

Geocaching.com bündelt als offizielle Plattform Informationen, Tipps und Touren der globalen Gemeinde. Es gibt dort auch einen Blog mit Geschichten und Ideen aus und für Deutschland. Schaut einfach mal nach, wenn ihr mögt: https://www.geocaching.com/blog/category/local/deutschland/

Derzeit steht ein ganzes Konzert an Geocaching-Varianten wie etwa Event-, Rätsel-, Nacht- oder Multi-Caching zur Verfügung. Während ein Event-Cache zu einem besonderen Termin eingerichtet wird, kann ein Nacht-Cache nur nachts bzw. in Dunkelheit gelöst werden. Beim Rätsel-, Puzzle- oder Multi-Cache müssen in aller Regel erst diverse Hinweise gefunden oder Fragestellungen richtig beantwortet werden, bevor man zum finalen Lager oder dem Ziel kommt.

Skurrile Caches in Deutschland

Es gibt auch ganz außergewöhnliche und manchmal durchaus lustige Caches. Dazu gehört zum Beispiel ein Leitpfosten, der entlang einer Straße extra als Hort für einen Cache aufgestellt wurde. Der beliebteste Cache Deutschlands jedoch ist eine in Berlin beheimatete Lego-Giraffe. Er heißt: „Lego – einer ist zu viel“. Ja, ihr lest richtig: Der Cache ist ein kleiner Lego-Stein, in dem sich ein Logbuch befindet. Und damit wären wir dann noch bei den Größeneinteilungen der Lager: Es gibt nämlich folgerichtig Nano-, Mikro-, kleine, mittlere und große Geocaches, also Behälter kleiner als ein Zentimeter, klassische Fotofilmdosen bis hin zu Plastikboxen in allen Größen, die aus dem Aufbewahrungsset der heimischen Küche stammen könnten.

Vielleicht haben wir euch ja Lust auf ein kleines Geocaching-Abenteuer gemacht. Wenn ja: Wofür ihr euch auch immer entscheidet, bitte seid aufmerksam unterwegs. Das Geocaching soll Spaß und Genuss bereiten. Der Ausflug soll für euch allein oder in Gesellschaft eine runde, aber auch sichere Sache sein. Manche Caches sind an schlecht zugänglichen oder in unsicheren, verlassenen Gebäuden platziert. Andere verstoßen womöglich gegen die Regeln in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten. Geht mit eurer Umwelt bewusst und respektvoll um, achtet Regeln und Gesetze und vor allem: Gefährdet euch und andere nicht. Ansonsten gilt:

Genießt nach Lust und Laune den Internationalen Tag des Geocachings und habt viel Spaß damit.

LETZTE BEITRÄGE