In der kalten Jahreszeit: Eine heiße Schokolade wirkt Wunder

Ihr kennt sie und ihr liebt sie – die heiße Schokolade. Egal, ob eine Tasse am Morgen oder ein kleiner Schluck während der Mittagspause: An dem beliebten Schokodrink kommt ihr nicht vorbei. Vor allem jetzt, wenn die Nächte länger werden und die Temperaturen fallen, wärmt nichts den durchgefrorenen Körper beim Nachhause kommen so, wie eine schöne heiße Tasse Trinkschokolade. Gehen eure Augen nicht auch auf Halbmast, wenn ihr die Tasse mit beiden Händen unter eure Nase haltet und die Aromen tief einatmet? Dieser Geruch von Schokolade… und schon geht es euch nach einem stressigen Tag ein klein wenig besser. Dazu noch ein gutes Buch und eine gemütliche Couch und die Welt um euch herum hat erst einmal Sendepause.

Zugegeben: Es werden auch Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Ihr erinnert euch sicherlich, wie ihr mit leuchtenden Augen genickt habt, wenn ihr gefragt wurdet, ob ihr eine heiße Schokolade wollt? Oder wenn ihr euch selbst eine Tasse zubereiten durftet und aus Prinzip viel zu viel von dem Kakaopulver in die Tasse geschüttet habt. Die Milch sah danach zwar eher nach Paste als nach Flüssigkeit aus, aber euer schokoladenverschmierter Mund hat sich trotzdem genüsslich zu einem breiten Grinsen verzogen.

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal heiße Schokolade getrunken. Aber wohl die wenigsten wissen, dass der Schokodrink schon bei den Azteken bekannt und beliebt war. Ursprünglich war der Kakao nämlich ein Geschenk von „Quetzalcoatl“ – einem Gott der Tolteken. Diese wurden jedoch im 12. Jahrhundert von den Azteken unterworfen und die Kakao-Kultur mit Freuden übernommen. Der Aztekenherrscher Montezuma soll beispielsweise bei Festen bis zu 50 Becher getrunken haben.

Der damalige Kakao hatte allerdings wenig mit unserer heutigen heißen Schokolade zu tun. Entsprechend dem aztekischen Namen „xocoatl“, der sich aus xococ (= sauer, herb, würzig) und atl (= Wasser) zusammensetzt, schmeckte der Kakao damals sehr bitter. Nach der Eroberung des Aztekenreiches schaffte es der Kakao zwar nach Europa, war aber aufgrund seiner Bitterkeit zunächst nicht sehr beliebt. Dies änderte sich erst, als Honig oder Rohrzucker hinzugegeben, der Kakaotrunk somit süßer und für die Reichen der damaligen Zeit richtig Mode wurde. Aus „xocoatl“ entstand im Laufe der Zeit der Begriff „Schokolade“.

Falls ihr euch nun selbst gern eine schöne Tasse heiße Schokolade zubereiten wollt, dann probiert doch dieses leckere Rezept mit Gewürzteemischung aus.