Mitmachen statt anschauen

Bei dem Wort „Museum“ gibt es viele Assoziationen: alte Bilder, moderne Kunst und staubige Dinosaurier-Knochen. Die große Gemeinsamkeit ist das „Bitte nicht berühren!“-Schild vor jedem Exponat. Es gibt allerdings auch Museen mit einem anderen Ansatz, verbunden mit der  Aufforderung an den Besucher: Mach mit und probiere es aus!

In sogenannten Mitmach-Museen werden die Besucher, egal welchen Alters, dazu aufgerufen, dem Namen alle Ehre zu machen und die ausgestellte Materie wahrhaftig zu „begreifen“. Die Sammlung ist meistens so ausgerichtet, dass jeder Sinn gekitzelt wird. Von optischen Täuschungen, sphärischen Klangwelten bis zu Parcours, die barfuß durchquert werden, damit die Füße auch was zu spüren haben, erinnern die Ausstellungsstücke und -fläche daran, dass wir die Außenwelt mit mehr als nur den Augen wahrnehmen können.


Mitmach-Museen sind in den meisten größeren Städten oder in deren Umkreis zu finden. Meistens werden sie von Stiftungen oder anderen private Trägern unterhalten, die jeweils mit viel Herzblut die Ausstellungen zusammenstellen. Besonders jetzt, wenn der Herbst uns wieder aus der Natur und rein in die Räume führt, bieten Mitmach-Museen eine schöne Möglichkeit, den Nachmittag zu verbringen — wenn es zu nass für einen Waldspaziergang sein sollte. Und wenn die Sinne erst mal sensibilisiert sind, fällt auch das Genießen der dunkleren Jahreszeit leichter. Ein Besuch lohnt sich!
Beispiele für Mitmach-Museen sind:
http://www.exploramuseum.de/
https://www.schlossfreudenberg.de