Oh du Besinnliche!

Endlich ist sie da: die Vorweihnachtszeit. Jedes Jahr aufs Neue verwandelt sich in dieser Jahreszeit die Umgebung in ein wahres Paradies für alle Sinne: Funkelnde Lichterketten leuchten an Hausfassaden, Fenstern und aus Gärten, fröhliche Weihnachtslieder schallen aus öffentlichen und heimischen Lautsprechern und überall duftet es nach weihnachtlichen Gewürzen und Gebäck. Zusammen mit einer heißen Tasse Tee, Kaffee oder Trinkschokolade, die uns bei den kommenden kalten Temperaturen nicht nur von Innen wärmt, sondern auch für angenehm warme Hände sorgt, sind die Weihnachtsleckereien eine willkommene Unterbrechung im Alltag und lassen uns idealerweise innehalten.

Ausgerechnet die gemütlichste Zeit im Jahr verbinden viele Menschen mit Stress, ganz nach dem Motto: „Ich muss noch schnell…“ Geschenke wollen gekauft und verpackt, das Zuhause festlich dekoriert und der Baum geschmückt werden. Im Beruf geht es zum Jahresendspurt noch einmal besonders hoch her. Viele hetzen von A nach B. Man setzt sich selbst unter Druck, damit alles perfekt ist zum Fest. Keine guten Voraussetzungen für ein harmonisches Fest.

Das entscheidende Gegengewicht auf der Waage der inneren Balance sind gute Gefühle. Sie sind lebenswichtig und steigern die Stresstoleranz. Genuss ist der einfachste und schönste Weg, um schnell für gute Gefühle zu sorgen. Bewusst genießen geht so: Man konzentriert sich mit wachen Sinnen für kurze Zeit auf das, was einem gut gefällt und gut tut. Dann die guten Gefühle spüren, die mit diesem schönen Augenblick verbunden sind – und den Moment voll auskosten. Doch Genuss gerät gerade in der Advents- und Weihnachtszeit bei vielen Menschen ins Hintertreffen. Doch Genüssliches ist in allen Lebensbereichen zu finden. Das kann die Lieblingsmusik oder eine Melodie am Weihnachtsmarkt sein, das gesellige Beisammensein mit Familie und Freunden, der Duft von Gewürzen oder gebrannten Mandeln, der SchokoWeihnachtsmann oder auch die Vorfreude auf einen schönen Moment.

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Unser Tipp: Wer sich dem weihnachtlichen Einkaufsmarathon aussetzt, sollte sich zwischendurch eine Genussauszeit erlauben. Ist zum Beispiel ein gemütliches Café in der Nähe, sollte man es ansteuern und sich ein schönes Plätzchen suchen. Dort konzentriert man sich auf das, was spontan gut tut: der frische Kaffeeduft, die Wärme an den Füßen, der Glanz der roten Glaskugeln im Adventsgesteck oder die entspannende Musik im Hintergrund. Kurz innehalten und die wohltuende Erholung spüren.

Genießenlernen heißt also, den Blick auf die kleinen Freuden im Alltag richten und die angenehmen Momente bewusst erleben. Wer sich Genuss gönnt, wird innerlich ruhiger und macht aus der vermeintlich hektischen Weihnachtszeit seine ganz persönliche Wohlfühlzeit.