Ostern – so wird es ein Fest der Sinne

Die Osterfeiertage stehen bevor… Da stellt sich wieder einmal die Frage, wie dieses Fest, das viele in der Familie oder mit Freunden begehen, etwas entspannter vorbereitet und intensiver genossen werden kann.

Zunächst: Seid ihr von solchen Festen schnell gestresst ist, insbesondere wenn ihr Gäste empfangen und bewirten möchtet? Dann solltet ihr versuchen, die Dinge mit mehr Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Es bringt nichts, wenn ihr es an solchen Feiertagen allen recht machen wollt und am Ende vor lauter Überlastung nicht einen Moment des Festes genießen könnt. Nun sagt sich das so leicht: mehr Ruhe und Gelassenheit. Doch wenn ihr mögt, versucht es doch mal mit folgenden Tricks und Tipps, um Planung, Vorbereitung und „Durchführung“ zu entstressen:

Löst euch von dem Gedanken, dass ihr etwas Besonderes bieten müsst. Das Besondere sollte sein, dass ihr Zeit mit Menschen verbringt, die euch wichtig sind, die ihr gern habt oder sogar liebt. Das zählt – und nicht, was ihr an einem Feiertag alles auffahrt.

Entspannter Gastgeber sein

Wenn ihr dennoch aus einem stressigen und hektischen Alltag heraus einen der Osterfeiertage als Gastgeber gestalten wollt, fangt am besten schon einige Zeit vorher an zu überlegen, was die Eckpunkte sein sollten. Löst euch von dem Gedanken, ihr müsstet nicht nur ein Festmenü zaubern, sondern auch noch das Kaffeetrinken ausrichten und ein Rahmenprogramm bereithalten. Ladet eure Gäste entsprechend frühzeitig ein und kommuniziert klar, wie der Tag abläuft und was alle erwarten dürfen. Überlegt auch schon relativ früh, was ihr auf den Tisch bringen wollt, wie die Dinge zusammenpassen und gut kombinierbar sind und vor allem, wo ihr sie erhaltet. Idealerweise könnt ihr nämlich die Zutaten allesamt in einem Laden finden oder zumindest während einer „Runde“ zu den nahversorgenden Läden in der Nachbarschaft. Wollt ihr nach Rezept kochen und backen: Lest euch die Rezepte vorher aufmerksam durch. Wie aufwändig sind sie für euch, selbst wenn von „einfach“ im Rezepttext die Rede ist. Gelatine können manche hervorragend händeln, bei anderen zieht sie immer Fäden. Hefe ist für manche auch eher von abschreckender Wirkung. Und: Nichts kann für die eigene Zeitplanung schlimmer sein, als wenn man übersehen hat, dass eine Rezept-zubereitung zwar nur 25 Minuten dauert, aber die Kühlzeit von drei Stunden oder gar 8 Stunden über Nacht hat man völlig übersehen. Das klingt vielleicht zunächst nach viel mehr Aufwand. Wenn ihr aber besser und strukturierter plant, laufen die Vorbereitungen in aller Regel entspannter. Und ihr habt sicher immer mal Leerlauf, den ihr für eure Überlegungen nutzen könnt. Die 30 Minuten Pendelzeit im Zug, in der S- oder Straßenbahn. Abends zuhause, wenn der Fernseher oder die Netflix-Serie auf dem PC einfach mal abgeschaltet bleiben.

Tipps fürs leckere Essen mit weniger Aufwand

Richtet ihr einen Brunch, ein Mittag- oder Abendessen aus, so überlegt doch, wie das auch mit einfach handhabbaren Zutaten und eher schnell zubereiteten Speisen dennoch zu einem leckeren Festessen zusammengeführt werden kann. Die Küche darf ruhig kalt bleiben. Es gibt so viele grandiose Möglichkeiten, mit kalten Speisen ein Buffet oder ein herrlich frisches Menü zu gestalten. Wer dennoch Fleisch zubereiten möchte, kann – je nach Möglichkeiten – vielleicht eher auf einen einfachen Braten oder ein Gulasch setzen, das seine Zeit gemächlich im Bräter oder Schmortopf vor sich hin gart, ohne dass ihr ständig am Herd stehen müsst. Kurzgebratenes klingt toll, muss aber auf den Punkt serviert werden. Da können schnell die zehn stressigsten Minuten am Herd entstehen, und wenn das Fleisch dann trotzdem trocken oder zäh ist, war die Mühe umsonst. Wer gern Kartoffeln mag, muss anlässlich des Feiertags keine Klöße machen – frische Salzkartoffeln können auch sehr lecker sein. Und nicht selten passen auch Nudeln oder Reis. Wer auf Salate steht, kann auf vorgewaschene Blatt- und Kräutersalate setzen und spart sich viel Arbeit. Ein Partyklassiker darf ruhig auch an den Osterfeiertagen angewendet werden: Wollt ihr Gastgeber sein, aber das Kochen allein ist euch zu viel, ladet einfach ein zum gemeinsamen Vorbereiten, Kochen und Essen. Oder: Ihr bittet einfach alle Gäste, etwas zu Essen mitzubringen (ein bisschen koordiniert natürlich), und ihr steuert die Getränke bei.

Stressfrei dekorative Akzente setzen

Auch bei der Dekoration solltet ihr Ruhe und Gelassenheit walten lassen: Ihr müsst nicht der neuesten Dekomode folgen. Auch müsst ihr keine aufwändige Osterdekoration basteln oder kaufen und damit zeitintensiv die eigenen vier Wände schmücken. Wer dafür weder Zeit und Nerv hat, kann mit frischen Farbtupfern auf dem Tisch schnell Frühlingsflair und Osterzauber entfalten. Einfach ein paar günstige Frühlingsblumen im Topf kaufen (Tulpen, Narzissen, Primeln oder Gänseblümchen, je nach Zeit) und mit buntem Papier ummantelt oder in farbigen Übertöpfen auf den Tisch gestellt sind immer eine Augenweide. Ihr müsst auch keine Ostereier färben – und kaufen sollte man fertige besser auch nicht. Es gibt so viele bunte, essbare Osterdeko und Saisonspezialitäten aus Schokolade, Zuckerwaren & Co. Wer hier ein bisschen geschickt auswählt, kann ein österliches Feuerwerk entfalten, das nicht nur toll aussieht, sondern auch lecker ist. Und: Ihr könnt euch sogar das Backen von Kuchen & Co. ersparen.

Fotos: :relations Frankfurt, 2019

Blumen und Kräuter – wohl duftend und leuchtend schön

Wer aber tatsächlich ein bisschen mehr Zeit in das Fest investieren möchte, der soll ruhig nach Herzenslust basteln, dekorieren und gestalten. Blumen können übrigens nicht nur schön aussehen, sondern auch wunderbaren Frühlingsduft verströmen. Es gibt Narzissenarten, die herrlich gut riechen – das gilt auch für den ersten Ginster vom Busch oder Flieder vom Strauch. Auch erste frische Feldkräuter (die es auch im Topf zu kaufen gibt) verströmen einen ungeheuren Frühlingsduft, z. B. die der Frankfurter Grünen Soße (es gibt auch Italienische Grüne Soße gemacht aus mediterranen Kräutern).. Die diesjährigen Frühlingsfarben sind übrigens gar nicht nur pastellig und zart, sondern eher frisch, kräftig und leuchtend. Und wer nicht mit der Mode gehen will: Es sind immer die Farben der typischen Frühlingsblumen, das frische Grün neuen Grases, und das berühmte Blaue Band, das der Frühling uns zuwirft.

Foto: :relations Frankfurt, 2019

Rezepttipps: Weißer Schokolade-Hefezopf und „Osterwiese“

Für alle, die noch auf der Suche nach einem traditionellen Hefezopf sind: Wir haben ein Rezept gefunden, das euch gefallen könnte. Schaut doch mal hier. Unsere Kollegen haben einen Weißen Schokolade-Hefezopf kreiert. Das Rezept ist tatsächlich ziemlich einfach und gebacken ist der Zopf auch in nur 30 Minuten. Aber Achtung: Die Ruhezeiten sind zu beachten. Während derer könnt ihr ja aber andere Dinge tun. Eier ausblasen und bemalen oder ein hübsches Osternest für Süßes oder Salziges gestalten – wozu immer ihr auch Lust habt. Wer sich etwas mehr zutraut oder schlicht mehr Zeit hat, für den haben wir das Rezept einer herrlich leckeren Osterwiese kreiert – das ist ein österlich dekorierter, Fondant gedeckter Rührkuchen; klicke hier.

So kann Ostern jedenfalls ein entspanntes Fest der Sinne werden.