Studentenfutter -- ein leckerer Power-Snack nicht nur für Studierende
Tag des Studentenfutters. Alles über den Powersnack

Am 31. August wird in den Vereinigten Staaten von Amerika der „Tag des Studentenfutters“ begangen. Zu diesem Anlass wollen wir auch hier in Deutschland einmal auf die Ursprünge dieser besonderen Nuss-Frucht-Mischung blicken.

Studentenfutter ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte Bezeichnung für eine Mischung, die ursprünglich aus Rosinen und Mandeln bestand. Später wurden auch anderes Trockenobst und andere ungesalzene Nüsse zugefügt, darunter Erdnüsse, Paranüsse, Walnüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne.

In Studierendenkreisen nahm man seit dem 17. Jahrhundert an, dass insbesondere die Mandeln gegen einen Alkoholrausch oder Kater wirksam seien. Eine andere These ist, dass sich der Name durch eine angebliche konzentrationsfördernde Wirkung bei den Lernenden ergeben haben könnte.

Studentenfutter wurde im 18. Jahrhundert auch als Arznei bei verschiedenen Erkrankungen verabreicht, bei denen eine Kräftigung vonnöten war. So ist auch unter der Bezeichnung Pfaffenfutter eine Zugabe von Gewürzen, kandierten Gewürzsamen und Süßholz beschrieben.

Das griffen dann auch die Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm auf. In ihrem berühmten Deutschen Wörterbuch war seither zu lesen: „Studentenfutter (amygdala cum uvis passis mixta) (…), auch Studentenhaber, Studentenmarcipan, Pfaffenfutter; (…) Das Wort wird verschieden erklärt (…).“

In der Publikation «Geist der Kochkunst» aus dem Jahr 1822 stand außerdem: Die „Schleckerey deutscher Gymnasiasten und Burschen“ sei „nothgedrungen. Denn es habe damals „kein Menschenfreund die Mühe auf sich genommen“, an den Universitäten eine „gründliche Verbesserung der Gast- und Kosthäuser zu veranlassen.“

Sofern es tatsächlich Studierenden vorbehalten war, wird das Studentenfutter in seinen Ursprüngen schon deshalb der Oberschicht zugeordnet, weil letztlich nur gut betuchte Familien ihren Kindern ein Studium finanzieren konnten. Zudem waren alle Nüsse, Stein- und Hülsenfrüchte aus dem Ausland letztlich „exotische“ Produkte, für die man ohnehin einen hohen Preis zahlen musste.

Aktuelle gesellschaftliche Diskussionen beleuchten die Frage, ob das Studentenfutter nicht „gegendert“ werden sollte und künftig Student*innenfutter heißen müsste.

Wie dem auch sei: Lecker ist das Studentenfutter allemal!

Botanisch betrachtet sind Nüsse die essbaren Samenkerne von Früchten, die von einer verholzten Schale umschlossen sind. Hasel-, Macadamia- und Walnüsse sind hierfür Beispiele. Mandeln und Pistazien sind eigentlich Steinfrüchte. Die Erdnuss ist im botanischen Sinne eine Hülsenfrucht.

Allgemein gebräuchlich handelt es sich aber bei allen um Nüsse, die neben dem leckeren Geschmack allerhand positive Effekte auf die Gesundheit haben.

Nüsse schmecken nicht nur lecker, sondern verfügen über allerlei positive Effekte auf die Gesundheit.

Nüsse und ihr gesundheitliches Potenzial

Nüsse sind reich an Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, pflanzlichen Proteinen, Vitaminen z. B. aus der B-Gruppe, Mineralstoffen, wie Kalium und Magnesium, und sekundären Pflanzenstoffen. Der Fettgehalt von Nüssen von 40 g bis 70 g pro 100 g ist ziemlich hoch. Doch wenn man genauer hinschaut, fällt das ausgezeichnete Fettsäuremuster auf. Hasel-, Macadamia- und Pekannüsse enthalten über 40 % einfach ungesättigte Fettsäuren. In Walnüssen stecken hauptsächlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Mandel hat von beidem einiges zu bieten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich daher klar für einen Nusskonsum aus und empfiehlt täglich eine Handvoll, etwa 25 g, davon zu essen.

Und damit nicht genug, Studien attestieren Nüssen allerhand positive Effekte auf die Gesundheit. So ist ein regelmäßiger Nusskonsum mit einem geringen Body-Mass-Index (BMI) und geringerem Taillenumfang verbunden. Das liegt wohl an den Proteinen und dem hohen Ballaststoffgehalt, der einen guten Sättigungseffekt hat. Zudem findet vermutlich keine vollständige Fettabsorption statt. Und was nicht absorbiert wird, kann sich auch nicht auf den Hüften niederschlagen.

Das Fettsäureprofil von Nüssen ist ernährungsphysiologisch positiv zu beurteilen. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt günstig auf das Blutlipidprofil. Das Gesamtcholesterin, das „schlechte“ LDL-Cholesterin und die Triglyceride im Blut werden gesenkt, während das „gute“ HDL-Cholesterin steigt. Diese Effekte können Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken. Verstärkt wird dies zudem durch Vitamin E, Polyphenole und Carotinoide, die ebenfalls in Nüssen stecken. Im Vergleich zu keinem oder seltenem Nusskonsum kann ein regelmäßiger Genuss – mehr als viermal wöchentlich – zu einem um 37 Prozent verminderten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Ausführliche wissenschaftliche Informationen könnt ihr in einem Wissenschaftlichen Pressedienst (WPD) des Lebensmittchemischen Instituts (LCI), Köln, in Ausgabe 05/2016 nachlesen.

Mehr über den Powersnack Nüsse erfahrt ihr auch im BDSI-Journal hier oder in unserer kleinen Warenkunde zu Knabberartikeln. Tipps, wie ihr mit Nüssen und Nuss-Mischungen etwa Salate aufpeppen könnt, findet ihr hier.

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