Ein herzlich bedecktes Wohnzimmer mit Geschenken, Weihnachtsbaum und einem Feuer im Kamin

Weihnachten entspannt gestalten: unsere 5 Last-Minute-Tipps für euch

Titelfoto: © JenkoAtaman/adobe.stock.com

Gehetzte Gestalten mit hochroten Gesichtern wuseln derzeit wieder durch die Innenstädte und Einkaufszentren. Mütter und Väter „multitasken“ 5-Gänge-Menüs und Plätzchen im Ofen, während sie den Verwandten telefonisch versichern, dass die Stimmung dieses Jahr besonders behaglich wird – gerade angesichts der andauernden Herausforderungen in der Corona-Pandemie. Und obschon wir uns in diesem Jahr wieder bei den Kontakten zurückhalten und nur den engsten Kreis an Verwandten und Freunden treffen sollten, wird Weihnachten einmal mehr von vielen als stressig empfunden. Das muss aber nicht so sein. Hier kommen unsere 5 Last-Minute-Tipps, mit denen du die Tage rund um Weihnachten entschleunigen kannst.

1) Schraube deine Erwartungen herunter

Im echten Leben gibt es kein perfektes Weihnachtsfest, doch wird uns z. B. im Film und Fernsehen häufig das Gegenteil vorgegaukelt und moralischer Druck erzeugt: Du versagst, wenn du Weihnachten nicht souverän managst. Das ist alles Unfug. Der Christbaum muss nicht so trendy geschmückt sein, als solle er bei der Londoner Fashion-Week mitlaufen. Es muss zwanghaft auch kein aufwändiges 5-Gänge-Menü her. Geschenke müssen nicht jeden aus den Socken hauen und die Präsente des Vorjahres toppen. Nicht jedes Weihnachten ist ein weißes Weihnachten. Es kann, muss und wird nicht immer alles perfekt sein. Setzt man sich unrealistische Maßstäbe, kann man ihnen nie gerecht werden. Je höher die Erwartungen sind, die du an dich selbst stellst, an alle anderen und an das Fest an sich, desto eher gehen Dinge schief und du wirst enttäuscht. In aller erster Linie geht es um sozialen Genuss, das Zusammenkommen in der Familie oder mit Freunden, es geht um Fürsorge, Wärme, Behaglichkeit, Liebe, Freude. Gibt es Schöneres zum Teilen?

2) Andere Bäcker haben auch schöne Plätzchen

Plätzchenbacken gehört für viele einfach zur Weihnachtszeit. Doch es braucht Zeit und in einigen Fällen auch viel Übung und Geschick. Frage dich: Muss unbedingt Selbstgebackenes auf den Tisch und in die Geschenketüten? Gerade kurz vor den Feiertagen und bevor selbstgemachter Druck noch mehr Stress erzeugt: Schau doch einfach beim nächsten Einkauf beim Händler deines Vertrauens genauer hin. Es gibt eine unglaublich große Auswahl an fertigen Weihnachtsleckereien – von Plätzchen über Stollenkonfekt bis zu Lebkuchen. Da ist sicher für jeden das Passende dabei. Und zwar in bester Qualität. Wer bekommt Zimtsterne schon so traumhaft hin – oder die großen Oblaten-Lebkuchen? Immerhin werden deutsche Feine Backwaren wie Kekse, Stollen & Co. in alle Welt exportiert und begeistern Menschen von Amerika bis Asien. Wo unser Weihnachtsgebäck traditionell herkommt, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Advents- und Weihnachtsgebäck: Freut euch einfach auf kuschelige Abende oder Nachmittage auf der Couch oder vor dem Kaminfeuer – und genießt Lebkuchen, Vanillekipferl, Spekulatius und Buttergebäck allein oder im kleinen Kreis…

Foto: © BDSI


3) Kleiner heißt gemütlicher

Weihnachten ist kein Wettbewerb. Betrachte die Corona-Beschränkungen einfach positiv und nimm sie als Erleichterung. Feiert man nur mit der Kernfamilie oder den besten Freunden, so kann man mehr Aufmerksamkeit schenken und die Zeit miteinander intensiver gestalten und verbringen. Davon profitieren alle.

4) Es muss kein aufwändiges Menü sein

Manche Traditionen passen nicht mehr für alle in die heutige Zeit. Nicht jeder muss daher an ihnen festklammern. Wahrscheinlich kommt in den meisten deutschen Haushalten an Weihnachten immer noch ein aufwändiges Menü auf den Tisch. Schön, wer das stressfrei und mit guter Laune hinbekommt. In der Regel bedeutet es viel Arbeit und kostet Extrazeit. Wir schlagen ein paar Vereinfachungen vor: Wir setzen auf Gerichte, die zwar einfach zuzubereiten sind, aber köstlich schmecken. Wer auf Kartoffelsalat, russische Eier, Raclette oder Fondue steht, muss nicht stundenlang in der Küche stehen. Eine Linsensuppe mit Spätzle passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Pasta kann man je nach Belieben dem Geschmack anpassen. So zaubert man in kürzester Zeit ein köstliches Gericht. Die Weihnachts-Saison hat noch mehr zu bieten: Der süße Hokkaido-Kürbis, milde Maronen und der kräftige Rotkohl sind Klassiker. Oft unterschätzt werden Rosenkohl, Schwarzwurzel und Wirsing, obwohl sie sich zu wunderbaren Beilagen bereiten lassen. Auch an Snacks sollte es an Weihnachten nicht fehlen. Kauft euch etwa Knabbereien wie Cracker, Knäckebrot oder Käsestangen und probiert dazu unseren herzhaften Schweizer Maronendip aus.

5) Weg vom Smartphone – die Menschen sind, was zählt

Die Digitalisierung macht auch vor dem Weihnachtsfest nicht halt, auch nicht vor unseren Smartphones. Digitale Adventskalender, Countdowns, Last-Minute-Geschenklisten oder -tipps, Klingeltöne, Grußkarten, die Apps nehmen gefühlt kein Ende. Viele versprechen dabei auch, uns Arbeit abzunehmen, alles einfacher zu machen, für ein entspanntes Weihnachtsfest zu sorgen. Ist das wirklich der Fall? Einige Apps können sicherlich auch zu guter Stimmung beitragen, wie zum Beispiel eine Radio-App mit weihnachtlicher Musik. Doch worum es bei Weihnachten jenseits der religiösen Betrachtung doch eigentlich geht, sind die Menschen, die uns am Herzen liegen, oder?

Wir legen für das diesjährige Fest das Handy weg, schauen lieber in lächelnde Gesichter und in die züngelnden Flammen des Kamins.
Habt alle ein geruhsames, schönes und entspanntes Weihnachtsfest und vor allem: einen guten, gesunden Start in ein glückliches 2022!

Die Adventszeit steht vor der Tür -- da dürfen Lebkuchen, Zimtsterne und Co. nicht fehlen

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