Zucchini und Schokolade

Wie ihr aus übrig gebliebenen Süßwaren vom Fest leckere und frische Gerichte zaubert

Die Weihnachts- und Festzeit ist vorüber, und viele starten in das neue Jahr ganz traditionell mit guten Vorsätzen. Darüber hatten wir in unserem letzten Blogbeitrag schon geschrieben. Ein guter Vorsatz ist sicherlich, übrig gebliebene Lebensmittel und somit auch Saison-Süßwaren nicht wegzuschmeißen. Süßwaren halten sich in der Regel ja ohnehin recht lang und bleiben gut gelagert frisch. Dennoch habt ihr vielleicht keine allzu große Lust mehr auf den puren Genuss von Spekulatius, Schoko-Nikoläusen & Co. Keine Sorge: Wir haben für euch ein paar schöne Ideen, wie übrig gebliebene Leckereien aus der Adventszeit und vom Weihnachtsfest zu tollen Gerichten weiterverarbeitet werden können.

Foodpairing: Es muss ja nicht Kaviar und weiße Schokolade sein

Seit einigen Jahren gibt es einen immer stärker werdenden Trend in der Gastronomie und im Lebensmittelsektor: das Foodpairing. Die Geburtsstunde für die Schaffung von eher ungleichen oder besser unerwarteten Lebensmittelpaaren fällt in die 1990er Jahre. Der Lebensmittelchemiker Francois Benzi spazierte 1992 über das Gelände eines Konferenzzentrums in Sizilien und nahm irgendwann den Duft von Jasmin wahr. Daraufhin befasste er sich mit den herausragenden Aromen der Blüte und stellte fest, dass Jasmin neben seinigen blumigen Duftstoffen ein Molekül enthält, das auch in Leber vorkommt. Schon war die Frage gestellt: Harmonieren Jasmin und Leber gut miteinander? Einige Zeit später experimentierte ein britischer Chefkoch namens Heston Blumenthal mit unterschiedlichsten Zutaten, um besondere Geschmäcker und Aromen gezielt hervorzuheben. Er stieß im Verlauf seiner Versuche auf eine „wundervolle Kombination“, wie er selbst sagte: Kaviar und weiße Schokolade. Kaviar verändere den Geschmack durch die Schokolade auf spektakuläre Weise und „die Schokolade wird richtiggehend zart, salzig und butterartig. Kaviar und weiße Schokolade, so scheint es, wurden füreinander geschaffen“, so Blumenthal. Als erstes wahres Foodpairing-Gericht gilt die „Kiwître“. Der koreanisch-belgische Chefkoch Sang-Hoon Degeimbre verheiratete eine rohe Auster (französisch: huître) mit Kiwi-Würfeln, Croutons und Limettensaft. Denn: Kiwis und Austern weisen beide eine meerartige Aromanote auf.

Alltagsgerecht und doch überraschend: Blumenkohlsüppchen mit Marzipan und Rinderfilet mit Spekulatiuskruste

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